Mediation - ein sehr interessantes Aufgabenfeld für Juristinnen und Juristen

Das erste Mediationsgesetz in Deutschland wird nun verabschiedet. Die Mediation ist damit auch in Deutschland als ernstzunehmendes Streitbeilegungsverfahren etabliert. Ein Wandel in der Rechts- und Streitkultur zeichnet sich ab. Die Nachfrage nach Mediation steigt, da die Konfliktparteien zunehmend an schnellen, individuellen und außergerichtlichen Konfliktlösungen interessiert sind. Auftraggebern kommt es nicht mehr nur darauf an, vor Gericht recht zu bekommen. Sie sind viel stärker als etwa noch vor 10 Jahren an einvernehmlichen Konfliktlösungen interessiert, um ihre (Geschäfts-) Beziehung zu erhalten, schnell wieder handlungsfähig zu sein, unnötige Rechtsverfolgungskosten zu vermeiden oder auch nur schnell, fair und kostengünstig an einen vollstreckbaren Titel zu gelangen. All diese Ziele können mit Mediation erreicht werden.

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Die Kraft des Verstehens

"Eigentlich wollten wir doch nur ein Problem lösen.... dann konnten wir nicht mehr miteinander reden und nun stehen wir vor Gericht..."

Ein Konflikt brigt schnell das Risiko der Eskalation, vor allem wenn er vor Gericht ausgetragen wird. Dort werden die Parteien schon von der Zivilprozessordnung zu Gegenern gemacht. Der Eine Kläger der andere Beklagter. Das kontradiktorische Verfahren sieht eine kooperative Konfliktlösung nicht vor. Dementsprechend sitzen die Konfliktbeteiligten in der sog. Konfliktfalle. Dieser können sie aus eigener Kraft meist nicht entkommen. Werden Berater bzw. Rechtsanwälte hinzugezogen, entsteht eine weitere Polarisierung, der Konflikt kann nur beendet werden, indem einer gewinnt und der andere verliert. Meist verlieren aber alle Seiten, nämlich jedenfalls Zeit, Geld und Nerven, die der Konflikt, nicht aber ds dahinter stehende Problem verschlingt.
Die frühzeitige außergerichtliche Mediation bietet die Möglichkeit einen Prozess des Verstehens in Gang zu setzen.

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Anwaltsspezifische Mediationsausbildung

Ab Frühjahr 2012 bieten wir wieder anwaltsspezifische Mediationsausbildungen in Bayern oder Berlin an. Individuelles Lernen durch intensives Rollenspiel in persönlicher und angenehmer Atmosphäre stehen bei uns im Vordergrund.

Vorteile
  • Diese Ausbildung setzt speziell an den Bedürfnissen von AnwältenInnen an.
  • Von Anfang an effektives Netzwerken und Arbeiten
  • Abschluss In weniger als 6 Monaten
  • Auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmtes individuelles Training
  • Kleine Gruppen (maximal 10 Teilnehmer)
  • Trainerin ist selbst Rechtsanwältin und Mediatorin
  • Erfüllung der Anforderungen der meisten Rechtsanwaltskammern 
  • Erfahrung: Wir bilden seit 2003 regelmäßig Mediatoren aus.
 

Mediation im Verkehrsbereich

Die Planung von Verkehrswegen oder großen Projekten wie etwa
Einkaufszentren verschlingt meist enorm viel Zeit und Geld. Leider bringen neue Projekte aber immer auch Projektgegner auf den Plan. Seien es Umweltverbände, Nachbargemeinden, Eigentümer von teueren Grundstücken, die den Wert derselben durch das geplante Projekt  schwinden sehen und -je nach Art und Umfang des Verkehrsprojekts-  auch viele andere Vertreter der Zivilgesellschaft. Meist sollen die prognostizierten künftigen mit dem geplanten Projekt einhergehenden Auswirkungen auf die Umgebung vermieden werden. Lärm, Luftverschmutzung, höhere Belastung von Straßen der Nachbargemeiden, Zerstörung der Natur etc, all das soll vermieden werden. Projektbefürworter sehen in dem Verkehrsprojekt eine schlichte Notwendigkeit, um etwa einen Verkehrsinfarkt zu vermeiden oder zu beenden, oder sehen etwa in einem neuen Einkaufszentrum einen erheblichen Wirtschaftsfaktor für die Region. 

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Mediationsgesetz vom Bundestag beschlossen

Am 15. Dezember 2011 hat der Bundestag in seiner letzten Sitzung des Jahres das aufgrund der europäischen Mediationsrichtlinie entworfene Mediationsgesetz beschlossen (BT-Drs 17/8058) . Wir hoffen, die Mediation möge durch dieses Gesetz auch auf breiter Ebene große Akzeptanz erfahren, auf künftig immer mehr Konflikte friedvoller, respektvoller und sachlicher und zum Wohle Aller bewältigt werden können.
 

Mediationsverfahren für tragfähige Entscheidungen

Im politischen Umfeld, in der Kommune, Organisation oder zwischen Geschäftspartnern werden täglich Entscheidungen getroffen, die oft im Wege einer destruktiven Auseinandersetzung zustande gekommen sind. Wäre es nicht viel sinnvoller, nachhaltiger und erfüllender, wenn Sie sich gemeinsam offen und sachgerecht unter Anerkennung der jeweilig unterschiedlichen Interessen daran setzen könnten, eine Lösung zu finden, die allen Interessen gerecht wird? Nehmen Sie Konflikte als Chance wahr, indem Sie konstruktiv damit umgehen!

  • faire und konstruktive Kommunikation
  • interessengerechtes Verhandeln
  • tragfähige und nachhaltige Entscheidungen, die auf breite Akzeptanz treffen


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Referentenentwurf für das Mediationsgesetz liegt nun vor !

Die europäische Richtlinie 2008/52/EG vom 21.Mai 2008 über bestimmte Aspekte der Mediation in Zivil- und Handelssachen verpflichtet die Mitgliedsstaaten bis 21.Mai 2011 Mediationsgesetze zu erlassen. Nunmehr liegt der deutsche Referentenentwurf des BMJ vor. Er wurde am 5. August 2010 an die Länder und Verbände versandt.

Link zum Referentenentwurf

 
Termine
20.-22.April 2012, München
Mediationsausbildung für JuristenInnen
 
8. Mai 2012, München
Training : Mediative Kompetenzen
 
11.-13.Mai 2012, Berlin
Mediationsausbildung für Juristen/Innen
 
15./.16. Juni 2012, München
Fortbildung Familienmediation
 
28. und 29. Juni 2012, München
Fortbildung Wirtschaftsmediation
 
Aktuell

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Praxishandbuch Mediation: Fachbeitrag von Sandra Ibrom zum Thema Mediation bei öffentlichen Verkehrsprojekten. Link zum ...

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